Es geht los. Irgendwie. Oder einfach nur weiter.

Am Sonntag kommt es zum Gigantengipfel. Oder so.

Na zumindest würde die Presse das vielleicht so schreiben wollen. Aber die ist auch noch irgendwie im Sommerschlaf. Ich habe derlei Überschriften bislang noch nicht konsumiert.

Das Spiel um den deutschen Supercup steht an. Und da ist es nur logisch, dass die Bayern auf die schwarz-gelben Borussen treffen. Wenn man die letzte Saison als Maßstab nimmt.

Inzwischen hat diese Begegnung ja eine gewisse Historie. In den letzten Monaten und Jahren.

Eine (Vor)geschichte hat der Supercup auch. Und zwar wechselhaft. War er zunächst ein einmaliges Privatspiel zwischen den Bayern und dem HSV (in München, ich erinnere mich noch an diese „Vase“, die Rummenigge da 1983 nach dem Spiel im Oly in der Hand hielt), wurde er ab 1987 offiziell ausgetragen. Machten andere Nationen in Europa schließlich auch so. Wenn auch schon einige Jahrzehnte länger…

Dieses (End)spiel sahen wir 10x, dann wurde all das irgendwie zu klein, denn, hey, wir sind schließlich die deutsche Bundesliga. Wir brauchen einen Ligapokal. Es spielten fortan also gleich vier Teams um diese zusätzliche Schale. Auch hier wurde der FC Bayern schnell zum Rekordsieger (6 von 11 gewonnen), womit es erneut Langeweile regierte.

Drei Jahre gab es derlei dann überhaupt nicht mehr und erst als private Sponsoren eigene Pokale erschufen, witterte die DFL wieder Einnahmen und reaktivierte das Endspiel zwischen Meister und Pokalsieger. Manchmal sind Entscheidungswege dann doch viel kürzer als erwartet.

Zurück zu den aktuellen Teilnehmern.

Zum direkten Duell kam es erst einmal. 1989 schlug Pokalsieger Dortmund den Meister FC Bayern durch ein Möller-Tor in 88.Minute mit 4:3. Auf dem Betzenberg. Das konnte ja nicht gut ausgehen.

Sonst war nix. Bayern und der BVB gewannen den Supercup je dreimal, im Ligapokal ist der FCB bis heute – wie erwähnt – Rekordsieger, für die Borussen-Kicker reichte es hier lediglich zu einer Finalteilnahme – 1997 bis 2007 gehen als die eher mageren Jahre in die schwarz-gelbe Historie ein.

Was ich vom Spiel am Sonntag erwarte?

Keine Verletzten!

Ob mir ein Sieg wichtig ist?

Sehen wir, wenn wir gewonnen haben! 😉

Im Ernst: Was soll schon dabei herauskommen? Bayern wie Dortmund liegen eine Woche vor dem Pokal und zwei Wochen vor der Bundesliga noch nicht bei 100%. Die Verletztenliste an der Säbener Straße ist schon lang genug, welcher (Stamm)spieler geht im Spiel um den Supercup da ein Risiko ein?

Ich würde das nicht machen.

So komisch das klingen mag: Regensburg ist wichtiger und auch Fürth. Den BVB heben wir uns für später auf.

So würde aktuell die Startelf wohl aussehen:

Neuer
Lahm – Dante – Badstuber – Gustavo/Can
Kroos/Schweinsteiger (aber wohl noch nicht bei 100%, oder?) – Can/Gustavo
Robben/Müller – Shaquiri – Ribéry
Mandzukic

Das ist nicht wirklich super, aber schlecht ist es auch nicht. Klar wir haben ein „Problem“ auf LAV und auf der „6“, aber hey, der BVB ist auch nicht top besetzt. Nach allem was man so hört, fällt Bender aus und Götze soll gegen uns allenfalls sein Comeback feiern…

Vorteil: Das Spiel findet in der Allianz-Arena statt. Obwohl – ist das wirklich ein Vorteil? Der BVB wird – wie so oft – ohnehin nur auf Konter und schnelles Umschalten setzen. Wieso sollte Klopp auch was ändern? So haben sie uns fünfmal in Serie geschlagen.

Nein. Es braucht eigentlich – völlig unabhängig von der Aufstellung – nur ein, zwei Dinge, die uns zum Erfolg gegen den BVB führen können:

1. Disziplin und Fehlerlosigkeit über die volle Spielzeit
2. Chancenverwertung
3. Standards (Elfmeter!)

Mehr nicht. Noch Fragen?

Aauuuf geeeht’s, Iiiiiihr Roooooteeeeeeen!