Die grün-weiße Maske fällt

Soviel zum Thema, Klose war kurz vor seinem Transfer zu den Bayern wieder ins Team integriert.

„Miro wollte doch eigentlich zu einem der besten fünf Vereine in Europa. Und jetzt ist er in München […] Unsere Fans werden Klose auspfeifen, denn er hat sich in Bremen zu viel kaputt gemacht […] Wäre Miro in Bremen geblieben, hätte es nur Ärger gegeben.“

Wer das sagte? Der Lutscher. Seitdem er zum ersten Mal in seinem Leben nicht des Geldes oder der Titel wegen einen Verein argumentativ in Schutt und Asche gelegt hat, sieht er sich selbst nicht nur als Führungsspieler sondern offenbar auch als Lautsprecher der Provinz.

Abgesehen davon, was ich generell über Frings denke, hat es Klose zuletzt eben doch ganz passend auf den Punkt gebracht.

Das die Werder-Fans Klose auspfeiffen werden, ist ja nun keine wirkliche Überraschung. Passiert auch mit Altintop, Jansen (wenn Gladbach mal wieder gegen Bayern spielen darf) und allen anderen Spielern, die mal irgendwo anders gespielt haben und dann zu den Scheiss-Bayern gewechselt sind. Auch Frings ist das schon passiert. War ihm aber egal. Schließlich wollte er wenigstens einmal in seinem Leben Deutscher Meister werden..

Hat geklappt.

Weisheiten # 16

„Wer Torsten kennt, der weiß: Wenn der Wind aus dieser Richtung kommt, dann äußert er sich so, und wenn er von der anderen Richtung kommt, dann ist es genau das Gegenteil. Das kann sich täglich und stündlich ändern. Ich kenn ja Torsten lang genug.“

Miroslav Klose über Torsten Frings und dessen Kritik an seinem Wechsel zum FC Bayern.

Schon erstaunlich, der Torsten

Ich muss sagen, derTorsten hat mich mit seiner Entscheidung in Bremen zu bleiben schon ein wenig überrascht.

War doch sein Streben zur Deutschen Meisterschaft immer Antrieb für seine temporäre Vereinsliebe.

Wie lautet seine aktuelle Formel?

„Was bitte ist Geld im Vergleich zu Glück. Werder ist mein Leben, hier bin ich zu Hause.“

Blicken wir zurück: Frings spielte (als Profi, zuvor Aachen und Alsdorf) seit 01.1997 für Werder Bremen, wechselte 2002 zu Borussia Dortmund und zwei Jahre später für ein Jahr zum FC Bayern, um danach direkt wieder nach Bremen zu fliehen.

Sein Ziel war immer, die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen („Ich will Titel gewinnen“), deshalb wechselte er nach Dortmund und nach München. Wo gelang die Verwirklichung dieses Traums? Na klar…

Dabei hatte und hat es schon fast tragische Züge, dass Frings immer dann den Verein gewechselt hat, wenn sein alter Verein entweder kurz vorher, oder nachher eben diesen Titel gewann. So geschehen mit dem BVB 2002, Werder 2004 und dem FC Bayern 2006.

Seitdem er in Bremen weilt sind die Grün-Weißen ja auch nicht mehr in den Genuss der höchsten deutschen Weihen gekommen…

Als Werder-Fan sollte man allerdings Frings-Aussagen generell keine große Halbwertzeit beimessen, gibt es doch so einige Zitate aus seinem (Fußballer-)Leben – hier eine Auswahl:

„Werder versaut mir meine Karriere“ […] „Sie können noch so häufig versuchen, mich zu überreden. Selbst wenn wir Meister werden, würde ich nicht verlängern“

Frings im Jahre 2002, kurz vor seinem Wechsel zum BVB.

„Ich habe immer gesagt, dass ich zum FC Bayern möchte.“

Frings im Jahre 2004, kurz vor seinem Wechsel zum FC Bayern.

Und weiter…

„Das ist ein großer Schritt für mich, zum FC Bayern zu wechseln. Ich freue mich total darüber.“

Nun, die Liebe dauerte nur ein Jahr. Dann hatte Frings „keinen Bock“ mehr auf den FC Bayern und die bösen Medien dort. Sein Wechsel im Tausch mit Ismael war perfekt.

All das kann man jetzt gut oder schlecht finden. Wenn professionelle Fußballer, die mit ihrem Beruf Millionen verdienen, allerdings Worte wie Liebe und sonstige Gefühle ins Spiel bringen, bin immer extrem misstrauisch. Was ich übrigens jedem anderen (Fan) ebenfalls nur empfehlen kann.

P.S. Frings hatte seinen obigen Aussagen allerdings noch weitere hinzugefügt:

„Wir werden in den letzten zwei Spielen so einiges kicken“, sagt Frings. „Die Offiziellen aus Frankfurt können die Schale schon mal ins Taxi setzen.“

Soviel dazu.

Die Fetten Jahre sind vorbei

Und zwar für den HSV. Wer das sagt? Der Präsident.

Fest steht aber schon jetzt: Die fetten Jahre sind vorbei, der HSV wird in Zukunft kleinere Brötchen backen müssen. Bernd Hoffmann, der Vorstandsvorsitzende des Klubs, skizzierte schon einmal die nähere Zukunft: „Fakt ist: Die Möglichkeiten, die wir zuletzt drei Jahre lang hatten, werden wir nicht wieder haben.“

Das ist natürlich irgendwie doof. Aber zumindestens dürfen die Hamburger weiter in der 1.Liga kicken. Ist ja auch was. Und steht noch nicht soo lange fest.

Das in Hamburg kein Geld mehr zu verdienen ist, hat sich in der Branche wohl rumgesprochen, will doch Frankfurts Streit plötzlich nicht mehr in die Elbe-Stadt, sondern viel lieber an die Weser wechseln.

Mit Albert Streit hatte Sportchef Dietmar Beiersdorfer bereits einen möglichen Nachfolger für Mehdi Mahdavikia gefunden, doch den abwanderungswilligen Profi von Eintracht Frankfurt, der zunächst Interesse zeigte, zieht es nun eher nach Bremen. „Werder hat eine Mannschaft von hoher Qualität. Dort zu spielen, wäre reizvoll.“

Ach ja, der Dietmar. ‚Haben viele bestimmt schon wieder vergessen, dass mit Doll wohl er gleich mit gegangen wäre. Aber das ist ein anderes Thema.

Bremen ist ohnehin aktuell sehr beliebt. Nicht nur derTorsten hat sich in letzter Minute doch für einen Verbleib entschieden, nein, Innenverteidiger Naldo bleibt auch am warmen Herd der Familie sitzen. Kunstück. Ist doch die Meisterschaft aktuell noch möglich und die Championsleague in der nächsten Saison fast gesichert.

Aber was will ich eigentlich sagen?

Ich bin beim Lesen des obigen Artikels nach langer Zeit mal wieder über dieses Zitat gestolpert:

Das hört sich nicht gerade berauschend an. Star-Einkäufe, wie von der Öffentlichkeit Jahr für Jahr gefordert, die es mit Rafael van der Vaart und Juan Pablo Sorín ja auch hin und wieder gegeben hat, stehen diesmal nicht zur Debatte. Im Gegenteil: Wahrscheinlich wird aus der jetzigen Mannschaft, die in einem mächtigen Schlussspurt doch noch die Klasse gehalten hat, der eine oder andere Profi, der noch einen langfristigen Vertrag mit dem HSV in der Tasche hat, an die frische Luft gesetzt.

Das zum einen und das hier zum anderen:

Der HSV muss sparen, und es ließe sich sparen, indem teure Spieler zu einem potenteren Arbeitgeber transferiert würden.

Nicht zu vergessen RvdVs Forderung nach weiteren Verstärkungen – aus guten Tagen…

Aber die Bayern wollen ihn ja gar nicht haben, wie man immer wieder hört und er will ja auch gar nicht uns, wie er immer wieder zitiert wird – ich warte einfach mal ab, was die nächsten Wochen und Monate bringen und wer da noch alles Radio Eriwan zur Hilfe nimmt…

Weisheiten # 10

„Wir sind meiner Meinung nach voll beschissen worden. […] Ich suche den Fehler nie bei anderen, […] aber diesmal muss ich wirklich sagen, dass es am Schiedsrichter lag.“

Torsten Frings nach dem Ausscheiden im UEFA-Pokal-Halbfinale (1:5)

Zweckoptmismus beim Ex-Double-Gewinner

Nachdem der Ex-Double-Gewinner in der Championsleague weiter auf der Stelle tritt, haben seine Protagonisten den Zweckoptmismus noch nicht verloren:

kicker: Wie beurteilen Sie nun die weiteren Chancen in der Champions League?

Frings: Sie sind noch vorhanden. Wir müssen unsere Heimspiele gegen Udine und Athen gewinnen und auch in Barcelona etwas holen. Auch dies sollte machbar sein.

Die berühmte Hoffnung stirbt wie immer zuletzt!